Etappe 2026 – 5: Gouvia Marina – Benitses Marina, 18.1 sm schönstes Segeln
Der Wind kommt aus Süd, leicht und beständig, genau richtig für einen entspannten Tag unter Vollzeug. Die Bordfrau ist zufrieden. Wir verlassen die Marina Gouvia und segeln südwärts durch die Bucht von Korfu, das Wasser ist glatt, die Stimmung gut.
Vor Korfu Stadt wird es kurz lebhafter: dichter Fährverkehr kreuzt unseren Kurs, und wir navigieren aufmerksam zwischen den Kolossen hindurch, bevor wir wieder freie Bahn haben.

In Benitses empfängt uns die Marina mit kurzer Wartezeit und einem Dinghy, das die abdriftenden Bugleinen einfängt. Das läuft routiniert, man ist offensichtlich auch auf Chartersegler eingestellt. Wir legen problemlos an.
Der Steinstrand liegt keine zehn Meter von der Marina entfernt. Der Skipper wagt zum ersten Mal dieses Jahr den Sprung ins kühle Nass. Die anschließend genutzten Duschen der Marina haben schon bessere Jahrzehnte gesehen, erfüllen ihren Zweck aber noch.
Abends gehen wir ins Dorf essen. Die meisten von uns haben inzwischen verstanden, dass man hier Fisch bestellt. Annika noch nicht. Bei ihr gibt es Spaghetti mit Tomatensauce. Der Fisch ist gut, auf Fleisch verzichten wir hier. Es gehört unserer Erfahrung nach nicht zu den Königsdisziplinen der örtlichen Küche.
Der Liegepreis (knapp über 90 Euro pro Nacht, Strom und Wasser extra) wirkt für die gebotene Infrastruktur etwas ambitioniert. Ein kleiner Trost: Der Stromzähler unseres Liegeplatzes dreht offenbar rückwärts. Unsere Solarzellen speisen ins Netz ein, und die Marina vergütet das auf ihre eigene, vermutlich unbeabsichtigte Weise.
