Etappe 2026-17: Paxos – Preveza 38.2 sm

Nachdem die Mädels früh morgens baden waren (ich bin mit meinem Ohr lieber nicht ins Wasser) gehen wir Anker auf. Auch das Einholen unserer Markierungsboje klappt problemlos. Unterwegs können wir heute immer mal wieder mit dem Vorsegel motorsegeln. Wir drehen eine Runde nahe Gaios und machen Sightseeing vom Boot aus. Weiter gehts in leichtem Wind in Richtung Preveza. Beim Eindrehen ins Fahrwasser frischt der Wind auf. Trotz 15 Knoten Seitenwind klappt der Anleger perfekt. Im Anschluss gibt es Hafenkino vom Feinsten. Ein Charterboot nach dem anderen hadert mit dem Wind. Ein Bugstrahlruder gleicht bei 50 Fuss auch bei starker Crew fehlende Erfahrung nicht aus. Wir gönnen uns eine Dusche und besuchen das Restaurant Amoreli (Eine Empfehlung eines deutschen Charterboots aus Sivota, das wir guten Gewissens als bisher bestes Restaurant Griechenlands bezeichnen können). Am nächsten morgen machen wir einen Abstecher zur Apotheke und bunkern Nasen- und antibiotische Ohrentropfen. Wir erkunden ausserdem die nahegelegenen Supermärkte und entscheiden uns aufgrund des Wetters und des Krankenstands an Bord für eine zweite Nacht in der Preveza Marina.

Etappe 2026-16: Sivota Townpier – Lakka Bay / Paxos 12.7 sm

Nachdem Tatjana früh morgens nochmal Eisflaschen zur Unterstützung unseres Kühlschranks gekauft hat legen wir gegen halb neun ab und motoren in frische 15 Knoten. Als wir nach einiger Zeit ein Stück Genua zur Hilfe nehmen können, kommt die rund 17 sm entfernte Insel Paxos rasch näher. Wir ankern auf sandigem Grund in türkisfarbenem Wasser und ich bin stolz, dass meine Ankermarkierungsboje astrein funktioniert und nach uns ankommende Boote auf die Position unseres Ankers hinweist. Eine in der Nähe liegende Motoryacht hat wohl ein ähnliches System. 

Doch bis zum nächsten Drama dauert es nicht lange. Ich will tauchen um zu sehen, ob unser Anker richtig liegt. Von der Wasseroberfläche sieht es gut aus, aber 4.50m wird man doch wohl tauchen können. Beim ersten Versuch habe ich Probleme mit dem Druckausgleich. Beim zweiten Mal bin ich entschlossener. Der Druckausgleich funktioniert links. Ich bin entschlossen es bis zum Anker zu schaffen. Auf einmal knallt es im rechten Ohr. Ich checke den Anker der gut liegt und tauche auf. Durch die ausgeatmete Luft sehe ich nichts mehr, alles weiss. Das Gegengewicht der Boje rauscht an mir vorbei. Irgendwann muss doch die Wasseroberfläche kommen… Dann endlich bin ich oben und schnappe nach Luft. Das Ohr tut weh, leichter Schwindel. Erst mal ne Ibu an Bord… 

Etappe 2026-14: Sivota Schwimmsteg – Sivota Townpier 0.4 sm

Nach dem Sprung ins kühle Nass der auf den Frühstückscafe im Cockpit folgt geht es heute quer durch die Bucht an den Stadtpier. Keine 30 minuten dauert unsere Fahrt. Hier sollten wir sicher vertäut sein um den ab Nachmittags angesagten Wind abzuwarten. Der kommt auch, und mit ihm einiges an Schwell an den recht exponierten Stadtpier. Wir helfen erst unseren italienischen Nachbarn beim Anlegen und gehen anschliessen auf Erkundungstour. Abends gehen wir an der Promenade essen. Kein Vergleich zu gestern! Wir geniessen Dorade und gebratene Anchovis. Nur die Lamb chops sind etwas trocken. Naja…

Morgen (Samstag) hoffen wir, dass viele Chartersegler bereits wieder auf dem Weg zur Charterbasis sind und wir dann ggf. einen Anker-Platz in der sehr beliebten Bucht von Lakka auf Paxos bekommen.

Etappe 2026 – 13: Benitses – Sivota Islands: 17.5 sm

Im Päckchen mit anderen Booten, fühlt es sich heute fast wie damals als Flotillenteilnehmer an. In der Bucht in der wir am griechischen Festland liegen liegt normalerweise ein Schwimmsteg. Dieser wird aber nun (in der Hauptsaison) renoviert bzw liegt am Strand. Man macht stattdessen mit Bug und Heck-Murings fest. Wir liegen hier für eine Nacht kostenlos wenn wir (so sieht es der Betreiber vor) in seinem Restaurant/Beachclub essen gehen. Da der Dinghymotor trotz Service in der Werft in Bari nach anfänglichen vielversprechenden Anspringern leider erneut nicht starten will, paddeln wir mit dem mittags aufgepumpten Dinghy durch die Bucht. Die mit Tischdecken und doppeltem Besteck eingedeckten Tische sehen vielversprechend aus. Das wars dann aber auch. Wir können uns den schlechten Online-Rezensionen nur anschließen. Schlechter haben wir selten gegessen. Für 90€ probieren wir TK-Doradenfilet, passable Pommes und ein eher an Milchreis erinnerndes Risotto mit gemischten Dosenpilzen (dafür aber ohne Parmesan). Naja, immerhin kostet der Liegeplatz hier nichts. In Benitses lagen wir zum gleichen Preis ohne Verköstigung. Am nächsten Tag wollen wir wegen des am Nachmittag aufkommenden Windes nicht ankern und sind daher froh in der Sivota Marina um die Ecke einen Platz bekommen zu haben.

Etappe 2026-12: Mandraki – Benitses: Auf den Spuren des besten Octopus der Insel 🐙

Mit grün und blau geschwollenen Zehen bzw Knöcheln legen wir in der Mandraki Marina ab und können auch heute wieder den ganzen Tag in leichten Winden mit voll gesetzten Segeln unserem Etappenziel Benitses entgegen segeln. Kurz vor der Hafeneinfahrt beschliessen wir eine Schwimmpause einzulegen bevor wir von den Marina Mitarbeitern an einen fast perfekten Liegeplatz eskortiert werden und mit Wind direkt von hinten reibungslos anlegen. Ich bin zufrieden. Die Bordfrau leider nicht. Der Liegeplatz vom letzten Mal hatte die deutlich schönere Aussicht. Unbestritten! Dort hätten wir jetzt aber bei Seitenwind anlegen müssen. Und zumindest ich bin froh, dass der Stress auf unserem Lazarett-Boot überschaubar blieb. Da wir aufgrund aufkommender stärkerer Winde und um den Octopus vom letzten Mal noch einmal geniessen zu können 2 Tage hier bleiben wollen, fragt die Dame des Bootes im Büro nach, ob wir morgen eventuell „umparken“ könnten. Ihr wird erklärt, dass die Liegeplätze vom letzten Mal eigentlich für größere Boote gedacht sind und die Moorinhleinen entsprechend weit vorn im Wasser liegen (ich erinnere mich nun). Dann parken wir also nicht um.

Nach einer Dusche (ich) bzw einem Strandbesuch und anschliessender Dusche (die Damen) machen wir uns auf um den Tisch fürs Abendessen im Oi Oraies zu reservieren. Auf dem Weg gibts für Annika das obligatorische Eis.

Bei Dorade und Octopus lassen wir den Abend im Restaurant ausklingen.

Am Hafentag machen wir einen Abstecher zur Beachbar (Frape) baden mit Annika im Meer und kochen an Bord Bruschetta bevor wir bei ziemlich kräftigem Wind die Mooring dichter holen und hinten sogar eine Querleine ausbringen um das herum schaukeln des Bootes am Liegeplatz zu verringern.

Etappe 2026-11: Mit Handicap nach Korfu-Stadt

Mit einem gesunden Fuß weniger als üblich aber nach einem Apotheken Besuch gut mit Krücken und allerlei Medikamenten versorgt segeln wir bei schönstem Segel-Wind von der Marina Gouvia nach Korfu Stadt. Hier machen wir erneut im Yachtclub der Mandraki Marina fest, die wir schon aus dem Pfingsturlaub kennen. Tatjana und Annika gehen mit drei Flossen am Strand schnorcheln während ich mir eine kühle Dusche gönne. Leider stosse ich mir an einem Ring am Steg vor unserem Boot ungeschickt den Zeh. Gesunde Füße: -2!

Wir humpeln trotzdem in die Stadt und machen nach einem leckeren Eis einen Abstecher zum Metzger für die Fleischeinlage unserer bei Annika sehr beliebten „Bootssauce“ die wir als Beilage zu Nudeln zum Abendessen an Bord kochen. Es ist erstaunlich ruhig im Ort. Nur ein Kreuzfahrtschiff liegt am Terminal. Es ist aber auch deutlich heisser als noch im Mai als Passagiere von vier oder fünf Kreuzfahrtschiffen in die Stadt eingefallen sind. Uns läuft die Suppe herunter. Erst spät Abends wird es an Bord endlich etwas kühler.

Etappe 2026-10: Der erste Schlag in den Sommerferien endet in der Notaufnahme

Freitagnachmittag ging es wieder los: Rückflug von unserer Homebase nach Korfu, Zanzibar wartete schon in Gouvia auf uns. Samstag stand ganz im Zeichen der Vorbereitung – Proviant an Bord, Boot startklar gemacht, Wassertanks füllen, die üblichen Handgriffe nach der Pause.

Sonntag dann der erste richtige Ausflug: ein Shakedown-Cruise, um zu sehen, ob alles läuft wie es soll. In einer ruhigen Bucht ging es anschließend ins Wasser – erfrischend, wie immer nach den ersten Meilen des Jahres.

Was dann folgte, stand allerdings nicht auf dem Programm: Beim Aufspannen des Sonnensegels an Deck ist Tatjana gestürzt und hat sich dabei den linken Knöchel verletzt – mutmaßlich ein Bänderriss. So kam es, dass wir gleich am ersten Segeltag die örtliche Notaufnahme in Korfu kennenlernen durften.

Was für ein Start in die Saison…

Etappe 2026 – 9: Korfu Stadt – Gouvia Marina

Nach dem Ablegen und einem letzten Abschieds‑Sail durch die Bucht queren wir das Fahrwasser hinüber zur Gouvia Marina, wo Zanzibar bis Ende August auf uns wartet. Das anschließende Anlegemanöver ist ohne Zweifel das schlechteste des gesamten Urlaubs – aber immerhin es ist das letzte.

Sobald feststeht, dass das Boot für die kommenden Wochen nun nicht mehr bewegt wird, fällt auch beim Skipper die Anspannung spürbar ab. Wir gönnen uns zwei sonnige Strandtage, lassen den Alltag komplett hinter uns und entdecken eine kleine Fischtaverne im Ort hinter der Marina, die sich schnell als Geheimtipp entpuppt.

Wir bauen das Bimini und die Solarzellen ab und kontrollieren die Leinen. Dann geht es mit dem Taxi zum Flughafen…

Etappe 2026 – 8: Benitses – Corfu Stadt (mal wieder 😉)

Heute gings mit raumem Wind zurück nach Korfu Stadt wo Annika ihr verdientes Geld auf den Kopf hauen durfte. Durch die Gassen der Altstadt drängten sich Passagiere von sage und schreibe 5(!) Kreuzfahrtschiffen die im Hafen lagen.

Wir belassen es deshalb bei einem kurzen Frappé und einer Stippvisite beim Metzger. Wir kochen an Board und dezimieren die restlichen Vorräte bevor wir morgen in unser Sommerlager in der Marina Gouvia verholen wollen.

Etappe 2026 – 7: Jetzt umgekehrt: Korfu-Stadt – Benitses; 8,8 sm

In unseren zwei Tagen in Korfu-Stadt lassen wir uns durch die Gässchen treiben. Bei einem hervorragend sortierten Shipchandler decken wir uns mit dem Nötigsten ein: eine neue Spannschraube für die Segellatte und eine Automatikweste für Annika, denn inzwischen sind sowohl ihr Lifebelt als auch die Feststoffweste schlicht zu klein geworden.

Zwei Nächte lang begleiten uns außerdem die elektronischen Beats der Bucht-Beachbar, die irgendwo zwischen Hafenromantik und Open-Air-Disko angesiedelt ist, bevor wir weitersegeln.

Eigentlich hatten wir noch eine Nacht vor Anker geplant, doch das vorhergesagte Wetter ist nicht einladend, und ich möchte den Rest unseres Urlaubs lieber entspannt angehen. Also steuern wir nochmals Benitses an, dort wollen wir eine ruhige Nacht verbringen und planen am Mittwoch erneut in die Mandraki Marina zurück zu kommen, um uns dann am voraussichtlich gewittrigen Donnerstag in die Gouvia Marina zu verholen, unserem Sommerlager für die kommenden Wochen.

Wir kreuzen bei zunehmendem SO Wind der Küste Korfus entlang. Annika weiht stolz Ihre neue Automatikweste ein. Nach unserem Anlegemanöver bei Seitenwind bei dem Tatjana dem Marinero in der Anfahrt bestimmt mitteilt, dass sie wegen des Windes zunächst die “andere” Heckleine braucht, baut Annika hinter dem Boot einen Verkaufsstand für selbstgebastelten Armbänder auf. Sie ist stolz woe Oskar als sie als sie gerade am Strand schnorchelt tatsächlich zwei verkauft und immerhin 3,80 € einnimmt, Sie ist so aufgeregt, dass 50 Cent Ihrer Einnahmen direkt ins Hafenbecken kullern. Ich schrubbe das noch immer ziemlich dreckige Deck.

Abends gehen wir im Besten Restaurant des Urlaubs dem essen. Nach leckeren Oktopus und Soutzoukakia im Oi Oiraes gehen wir schlafen. Wir wollen morgen früh raus, es kommt Wind…

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