Am Sonntag herrscht dann wie vorhergesagt fast Flaute und wir motoren mit einem Zwischenstopp an der Tanke auf Korcula nach Lastovo. Während der Überfahrt steht durch die Unwetter der letzten Tage einiges an Schwell, die Seebeine sind aber schnell da und wir lauschen unterwegs den Wellen und der Musik im Cockpit. Am Pier in Skrivena Luka sind wir bei unserer Ankunft am Nachmittag das einzige auswärtige Boot. Einige Zeit nach uns legt eine Charteryacht, noch etwas später eine Segelyacht aus Italien an.
Annika badet, schnorchelt und angelt in der Bucht während die Ranger die Nationalparkgebühren kassieren. Unser Boot wir ausgelassen, wir haben bereits vorab online bezahlt, was den Rangern auch bekannt ist. Wir kochen an Bord und versuchen etwas früher zu Bett zu gehen.
Nach dem von unserem Gastgeber zum Frühstückskaffee an Bord offerierten Schokokuchen und einem kurzen Schwumm durch die Bucht motorsegeln wir heute in sehr leichten Winden “Dead-Down-Wind” mit gesetztem Bullenstander nach Korcula. Hier wollen wir den für morgen angesagten Jugo ebenso aussitzen, wie die für den darauf folgenden Samstag angesagten Gewitter. An der Feuchtigkeit im Boot und den zunehmenden Winden merkt man bereits, dass der Herbst vor der Tür steht. Wir wollen einen windärmeren Tag für unsere rund 60 Meilen lange Etappe rüber nach Italien abwarten. Die Anspannung an Bord steigt ob unseres Vorhabens an…
Nach dem Anlegemanöver in Korcula machen wir einen Stadtbummel, verpflegen des Kind mit Erdbeereis und erstehen sogar ein Bordbasilikum, das (teilweise) in die Bruschetta zum Abendessen an Bord wandert. Bereits früh morgens ist der angekündigte Wind da. Wir kontrollieren die Leinen, kaufen eine Angelleine und ein Basecap für Annika und kaufen im gut sortierten Supermarkt allerlei Leckereien für die nächsten Tage ein.
Zurück an Bord wertet Annika Ihr Experiment aus: Sie hat auf der Fahrt hier her etwas Meerwasser in einem Glas gesammelt und in die Sonne gestellt. Die entstandenen Salzkristalle werden geerntet und gleich mit einer Salatgurke verkostet 😃
Beim nachmittäglichen Hafenkino sind wir froh, dass wir hier bei leichtem Wind und fast leerem Hafen angelegt haben. Es ist wirklich sehr eng in der Boxengasse. Unser Plan sieht aktuell vor bis Sonntag hier zu bleiben und uns dann nach Lastovo zu verholen bevor wir am Montag bei Leichtwind rüber nach Italien wollen.
Zunächst jedoch geht es nachmittags zum Strand bevor abends das von uns ausgewählte leider nur mittelmäßige Restaurant während eines ersten heftigen Gewitters geflutet wird. Auch nachts regnet und donnert es immer mal wieder und wir schlafen schlecht.
Am Samstag wechseln sich trockene Abschnitte mit Gewitterschauern und böigem Wind ab. Wir kaufen beim uns bereits bekannten Fischhändler Fisch fürs Abendessen und buchen ein Ticket für den Lastovo Nationalpark am Sonntag. Am Nachmittag verbauen wir die mitgebrachte Vergaserdichtung in unserem Aussenboardmotor und Annika testet fleissig (aber letztlich erfolglos) Ihre neue Angelausrüstung,