Irgendwas ist immer

Bei unserem zweiten Aufenthalt an Bord im Juli 2018 sind wir (nachdem wir alle Leinen, Schoten und Fallen zugeordnet hatten) das erste Mal gesegelt.

Die Segel sind in einem recht guten Zustand allerdings sollte wohl die ein oder andere Leine ersetzt werden und div. Umlenkrollen könnten etwas WD-40 vertragen.

Die Installation des neuen ICOM Funkgeräts und des AIS Transponders klappte reibungslos (fast, wer kommt bitte auf die Idee das WLAN Passwort des AIS Transponders auf die Geräterückseite zu kleben? rtfm ;-))

Bei Temperaturen um die 35 Grad fiel uns irgendwann auf, dass die Kühlschrank nicht mehr lief. Unschön. Hochsommerlich warm und keine kalten Getränke an Bord. Also Multimeter raus und am Kühl-Kompressor die anliegende Spannung gemessen: 8.5 Volt. Oha, bisschen wenig. Sobald der Motor gestartet war und die Lichtmaschine Ihren Dienst verrichtete sprang der Kühlschrank wieder an. Komisch, wir hingen am Landstrom, sollten die Batterien nicht um die 13 Volt liefern??? Eine Messung direkt an den Polen der Verbraucherbatterien brachte Licht ins Dunkel: Auch hier nur 8.5 Volt. Mist, die sind wohl hin. Ausserdem nahmen wir einen merkwürdigen Kabelgeruch war. Ich sah hinter die Verkleidung und entdeckte am Radio ein merkwürdiges Relais, das ziemlich warm war, dessen Funktion sich mir aber nicht sofort erschloss…

In der brütenden Hitze haben wir also drei (alte) 100 Ah Batterien zum örtlichen Ship-Chandler getragen und drei neue a 108 Ah erstanden. Die „Bordkasse“ war mal eben um 500,- EURO schlanker.

Immerhin lief der Kühlschrank wieder und das Belohnungsbier konnte gekühlt genossen werden…

Am nächsten Morgen, himmlische Ruhe…. Mist, der Kühlschrank läuft schon wieder nicht. An den Batteriepolen lagen mickrige 11.X Volt an (wir waren dauerhaft am Landstrom und das Ladegerät lief).

Also das (original) Ladegerät (27A) ausgebaut und siehe da: Nun war auch klar, dass der Kabelgeruch nicht vom Relais am Radio verursacht wurde. Die Anschlüsse des Ladegeräts (Kabelschuhe) waren völlig verschmort. Glück gehabt!

Zurück zum Ship-Chandler und nochmal rund 500,- EURO in ein neues 40A Ladegerät investiert. O-Ton der dortigen Beratung: Mehr Ampere ist besser weil schneller…

Ah ja. Es war ziemlich warm (genau wie die Leitungen vom Ladegerät zu den Batterien anschliessend ;-)) und logisches Denken war in der Mittagshitze schwierig. Es zeigte sich, dass die serienmässigen 6mm2 Leitungen wohl eher für die 27A des alten Ladegeräts dimensioniert waren. Sie werden beim nächsten Besuch durch 8mm2 ersetzt. Immerhin lief der Kühlschrank nun (hoffentlich) dauerhaft wieder…


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.