Etappe 3: Santa Lucia – Cannes (16.2 sm)

Unsere bisher längste Etappe führte uns von Santa Lucia entlang wunderschöner Felsformationen in den Golf de la Napoule zu den Reichen und Schönen nach Cannes.

Aufgrund unseres Timings (um Annika unter Deck mittels Landstrom/Klimaanlage einigermassen erträgliche Temperaturen zu bieten, legen wir in der Regel gegen 9 Uhr morgens ab und versuchen spätestens um 14 Uhr im Zielhafen einzulaufen.) konnten wir am frühen Nachmittag leider erneut nur relativ wenig segeln. Den kompletten Vormittag motorten wir Richtung Nordost… Es scheint, als würde der Wind in dieser Ecke des Mittelmeers (aus welcher Richtung auch immer) erst gegen 12 Uhr einsetzen. Schade 😏

Nun denn: In Cannes planten wir ursprünglich 3 Nächte zu bleiben. Da für Sonntag jedoch je nach Quelle Windböen von über 30 Knoten angesagt sind, denken wir inzwischen bereits über eine wetterbedingte Verlängerung in diesem mondänen Hafen nach.

Die sanitären Anlagen sind top gepflegt und erinnern schon fast eher an eine Wellness Oase als an einen Mittelmeerhafen. Skurriler Weise sind die Liegegebühren hier dennoch derart moderat, dass Cannes, auf unserem bisherigen Weg der preisgünstigste Hafen ist.

Nachdem wir am Ankunftstag abends in der Altstadt essen waren, haben wir Hafentag 1 mit der Abdichtung des 2. von drei leckenden Fenstern an unserer Backbordseite verbracht und einige Lebensmittel gebunkert. Abends haben wir uns erneut in der Altstadt treiben lassen.

Beim nächtlichen Absacker im Cockpit, konnten wir am sternenklaren Himmel den Planeten Jupiter beobachten (und den Motoryachtfahrer, der am selben Steg gegenüber ungeniert über seine Reling ins Hafenbecken pinkelte 😲)

Hafentag 2 startete mit einem Besuch auf dem Markt und einem (für Frankreich) überraschend leckeren Kaffee in einer Bar. Erst nachdem die Bestellung kam, haben wir bemerkt, dass es sich um eine italienische Bar handelte. Ich freue mich daher schon auf den originalen Espresso/Cappuccino in Bella Italia 🇮🇹

An Hafentag 2 musste ausserdem auch das letzte Fenster auf der Wetterseite (am Liegeplatz in Port Grimaud) dran glauben. Jetzt sollte alles wieder dicht sein.

Abends war es durchaus spannend wie die grossen und weniger grossen Yachten beim Anlegen mit ca. 20 Knoten Seitenwind kämpften. Zum Glück liegen wir sicher im Hafen und sind nicht Protagonisten dieses Hafenkinos…

Unser „Verlängerungstag“ (aka Hafentag 3) startete mit einem leichten Gewitter und dem ersten Regen seit Beginn unserer Elternzeit Ende Mai.


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